Pflegerente - Informationen und Fakten ...

Bei der Pflegerente legt der Versicherungsnehmer nicht die Leistung fest, sondern ein Monatsbeitrag, z.B. 100,00 oder 150,00 Euro pro Monat. Die Höhe der Rente ist abhängig von der Qualität der gewählten Gesellschaft und des Tarifs. Die Pflegerente  wird vom Versicherungsunternehmen als eine lebenslange, steuerfreie Rente im Pflegefall, ausbezahlt.

Die Leistungen der einzelnen Angebote sind sehr unterschiedlich und nur zum Teil garantiert. Achtung: Unbedingt auf die Höhe der garantiertenPflegerente achten. Häufig sind erheblich höhere Beträge in den Berechnungen der Versicherungsgesellschaften angegeben, in die fiktive Überschüsse eingerechnet werden. Diese sind jedoch von der zukünftigen Kapitalmarktentwicklung abhängig und eben nicht garantiert.

Ein Vorteil gegenüber den anderen beiden Arten der Pflegezusatzabsicherung ist, dass die Pflegerente auch schon bei Vorliegen einer mittelschweren Demenzerkrankung ausbezahlt wird. Auch wenn die Vorgaben des Sozialgesetzbuches für die Zuteilung einer Pflegestufe noch nicht erfüllt sind.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Pflegerente vorübergehend beitragsfrei zu stellen, wenn die Beiträge kurzzeitig oder dauerhaft nicht mehr bezahlt werden können. Natürlich verringern sich dadurch die späteren Leistungen, wobei die bereits bezahlten Beiträge nicht einfach weg sind. Bei einer Pflegetagegeld- oder Pflegekostenversicherung besteht diese Möglichkeit in der Regel nicht.

Die Beitragshöhe ist bei der Pflegerentenversicherung dauerhaft garantiert – auch das ist ein Unterschied zur Pflegekosten- oder Pflegetagegeldversicherung. Allerdings können die Gesellschaften die dargestellten Überschüsse nach unten korrigieren. Deshalb nur die Garantiewerte zum Vergleich heranziehen.

Im Leistungsfall müssen in der Pflegerentenversicherung keine Beiträge mehr bezahlt werden.

Pflegetagegeld - Informationen und Fakten ...

Die Pflegetagegeldversicherung ist die gängigste Form der Absicherung bei Pflegebedürftigkeit. Dabei vereinbart der Versicherungsnehmer einen bestimmten Tagessatz, welcher dann im Pflegefall  ausbezahlt wird.

Die Höhe des Tagessatzes kann hier vom Versicherten selbst festgelegt werden. Die monatliche Höhe des Pflegegeldes ergibt sich aus dem  Tagessatz, welcher mit 30 Monatstagen multipliziert wird. Die Tagessätze liegen meistens zwischen 10 und 100 Euro. (einige Gesellschaften bieten auch die Möglichkeit eines höheren Tagessatzes).

Die Höhe der Leistung ist bei den meisten Pflegetagegeld-Tarifen, wie auch bei der ‚Pflegerente‘ zusätzlich noch nach der Pflegestufe gestaffelt. Das volle Pflegetagegeld wird bei den meisten Anbietern erst in Pflegestufe III oder bei stationärer Pflege ausbezahlt. Bei Pflegestufe I oder II gibt es bei vielen Anbietern nur anteilige Leistungen. Die meisten Tarife bieten in Pflegestufe I 30% des vereinbarten Tagessatzes und in Pflegestufe II 70% des Tagessatzes.

Die Leistungen aus der Pflegetagegeldabsicherung sind vollkommen frei verfügbar und können vom Versicherten so eingesetzt werden, wie er sich das wünscht, sind also nicht gebunden an den Nachweis von Rechnungen. Die Beiträge in der Pflegetagegeldversicherung sind im Verhältnis zur Pflegerente günstig.

Pflegekostenversicherung - Informationen und Fakten ...

Die Pflegekostenversicherung leistet nur für real entstandene Kosten der Pflegebedürftigkeit. Der Versicherer übernimmt im Falle der Pflegebedürftigkeit einen vorher definierten Prozentsatz (z.B. 70%) der tatsächlich entstehenden Kosten für die Pflege des Versicherten.

Der Nachteil gegenüber Pflegerente und Pflegetagegeld besteht darin, dass die Leistung fest an die Pflegeleistungen gebunden ist. Der Versicherte kann nicht frei über das versicherte Geld verfügen, sondern er hat nur einen sogenannten Sachleistungsanspruch gegenüber der Versicherung. Um zu ermitteln, welche Kosten im Pflegefall angefallen sind und in welcher Höhe eine Leistungspflicht für die Pflegeversicherung besteht, müssen die entsprechenden Kosten dann jeweils durch Rechnungen und Belege nachgewiesen werden.

Ein Vorteil gegenüber den anderen beiden Pflegezusatzversicherungsarten liegt darin, dass die Leistungen automatisch mit den Kosten mitsteigen. Wenn also in den nächsten Jahrzehnten die Kosten für Pflegedienstleistungen steigen, wachsen die Leistungen einer Pflegekostenzusatzversicherung automatisch mit. Natürlich erhöht sich dann auch im Verhältnis der Preis der Versicherung.

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